Eine Ballonfahrt erfordert im Gegensatz zu manch anderer Luftsportart einen erheblich größeren Aufwand.

Wenn die Wetterprognosen günstig erscheinen, beginnt der Pilot bereits mehrere Tage vor einer geplanten Fahrt mit der Organisation. Wenn die Wetterdaten kurz vor dem Start noch immer positiv sind, treffen sich alle Teilnehmer und Mannschaftsmitglieder an einem vereinbarten Treffpunkt. Der Start erfolgt häufig direkt von unserem Startplatz im Wiehler Freizeitpark. Ist ein Start zum Beispiel wegen der Windrichtung hier nicht möglich, wird ein anderer Startplatz ausgewählt. Hier wird der Ballon aufgerüstet und startklar gemacht. Dies nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch. Dann können alle Mitfahrer einsteigen und der Ballon kann starten.

Nach dem Start verlässt auch die Bodenmannschaft den Startplatz, um den Ballon bis zur Landung auf der Straße zu begleiten. Bei höherer Windgeschwindigkeit in der Höhe kann es vorkommen, dass der Ballon außer Sichtweite der Verfolger gerät. Trotz bestehender Funkverbindung mit dem Ballon, ist dann das Navigationsgeschick der Mannschaft gefragt.

Dann werden Verfolgungsfahrten zu Orientierungsfahrten die richtig Spaß machen. Für erfahrene Verfolger ist das "das Salz in der Suppe", denn es weckt den sportlichen Ehrgeiz, bei der Landung des Ballons bereits vor Ort zu sein.

In der Luft geht es weitaus gemütlicher zu. In einer Höhe von 400 bis 1400 mtr. kann man sich für ca. 1 1/4 Stunden, ohne Motorengeräusch und trennende Flugzeugkabine, einer freien Rundumsicht hingeben, die in keinem anderen Luftfahrzeug so erlebt werden kann.

Es kann vorkommen, dass eine Landung an einem ungünstigen Landeort durchgeführt werden muss. Dabei zeigt sich wie hilfreich es ist, wenn die Mannschaft bei der Landung des Ballons bereits vor Ort ist.

Nachdem der Ballon am Landeort wieder verpackt wurde, können sich alle dem geselligen Teil der Ballonfahrt zuwenden, dem Landefest.

Hierbei erfolgt auch die obligatorische Taufe für die, die erstmals Ballon gefahrenen sind. Diese erfolgt nach Zunft und Ordnung der Ballöner.

Dieser Brauch geht bis auf das Jahr 1783 zurück, als die Ballonfahrt ausschließlich dem Adel vorbehalten war. Folglich muss jeder Mitfahrer von adeligem Stand sein. Und wer's nicht ist, wird mit der Taufe in den Selben erhoben.

In der Regel kann sich kaum jemand den verliehenen Namen auf Anhieb merken. Darum bekommt jeder Täufling eine Taufurkunde mit seinem Namen.

Interesse geweckt? Es besteht auch die Möglichkeit an Ballonfahrten teilzunehmen. Bei Interesse erhalten Sie Informationen unter Schnupperfahrt Anfrage.